
PALAST DER REPUBLIK
ein film von lutz pehnert
dokumentation, 90 min / 45 min
er war immer mehr als nur ein gebäude: der palast der republik sollte die ddr in neuem glanz zeigen. kaum etwas erinnert heute mehr an ihn – nur die erinnerungen seiner besucher an ein leuchtendes traumhaus und den schmerzhaften akt der schließung. vor 50 jahren, am 23. april 1976, eröffnet, war der palast der republik immer mehr als nur ein gebäude: sein bau war das symbol für eine ddr in neuem glanz, modern und weltoffen. ein sozialistischer tempel der pop und politik, propaganda und spektakel in einem haus versammelte.mit „brot und spielen“ buhlte der staat um anerkennung bei der bevölkerung, die das angebot auskostete und den leuchtenden glaspalast dennoch als „honeckers lampenladen“ verspottete. trotzdem zog dieses traumhaus als einzigartige mischung aus parlamentsgebäude inklusive gemäldegalerie und kulturhaus mit disco und bowlingbahn die massen an wie kaum eine andere einrichtung. im schnitt besuchten fast zehntausend besucher pro tag das haus. hier gab es, was es sonst nicht gab: radeberger bier, weine aus meißen und sogar cocktail „manhattan“ für 3,55 mark der ddr.1990 wurde der palast der republik wegen asbestbelastung geschlossen und später saniert, bis von ihm nur noch ein stahlgerippe übrigblieb. im wiedervereinten deutschland begann eine debatte um erhalt oder abriss des gebäudes. 2002 beschloss der bundestag, dass der von asbest befreite rohbau des palastes dem nachbau des berliner schlosses als humboldt-forum weichen soll. für nicht wenige ehemalige ddr-bürger war der abriss des republikpalastes der offensichtliche und schmerzhafte beweis für den umgang der bundesrepublik mit dem ddr-erbe.die dokumentation erzählt nicht nur vom aufstieg und fall eines symbolträchtigen gebäudes, sie widmet sich einem einmaligen historischen ort, der wie kaum ein anderer die wechselvolle geschichte des geteilten und wiedervereinten deutschlands spiegelt. an zeiten im „volkspalast“ erinnern sich neben vielen anderen der sänger frank schöbel, die journalistin elke bitterhof und der politiker gregor gysi.
regie: lutz pehnert
kamera: andreas deinert, sebastian hattop
ton: michael thäle, thomas funke
montage: thomas kleinwächter
maske: yvonne denner
sprecherin: luise helm
grading: christoph sturm
mischung: urs hauck
produktionsassistenz: antonia fichtmann, olga putsykina
produzent: susann schimk
produktionsleitung: dennis münch (rbb)
redaktion: ina-katrin hüttig (mdr), franziska schulz-elmalih (rbb), rolf bergmann (rbb)
eine produktion der solo:film gmbh im auftrag von rbb und mdr
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Susann Schimk




